Eine Neueröffnung wird häufig an Deko, Speisekarte und Eröffnungsfeier gemessen. Ob sie im Alltag funktioniert, entscheidet sich jedoch an weniger sichtbaren Punkten, die vorher geklärt sein müssen.
Konzept vor Küche, Küche vor Team
Erst wenn das Konzept steht, lässt sich die Küche sinnvoll planen; erst wenn Küche und Abläufe stehen, lässt sich das Team gezielt dafür einarbeiten. Wird diese Reihenfolge vertauscht, entstehen Kompromisse, die sich später nur schwer korrigieren lassen.
Standards vor dem ersten Gast, nicht danach
Rezepturen, Portionsgrößen und Abläufe sollten vor der Eröffnung feststehen und eingeübt sein. Werden sie erst im laufenden Betrieb entwickelt, entsteht in den ersten Wochen genau die Uneinheitlichkeit, die später aufwendig korrigiert werden muss.
Das Team vor dem Ansturm einspielen
Ein Probelauf mit reduziertem Gästeaufkommen deckt Engpässe auf, bevor sie am ersten stark frequentierten Tag sichtbar werden. Ohne diese Phase trifft die volle Auslastung ein Team, das die Abläufe noch nicht verinnerlicht hat.
Der eigentliche Punkt
Eine reibungslose Neueröffnung ist selten Zufall oder reines Improvisationstalent. Sie ist das Ergebnis einer Reihenfolge: erst Konzept, dann Küche, dann Standards, dann Team – in dieser Abfolge.
Gastronomieprofis begleitet Neueröffnungen von der Konzeptentwicklung bis zur Einarbeitung des Teams vor dem ersten Öffnungstag.