In der Verkehrsgastronomie wird der Erfolg meist an Sortiment, Preis oder Lage gemessen. Ein Faktor, der selten systematisch betrachtet wird, wirkt jedoch oft stärker: die Zeit, die ein Gast von der Ankunft bis zum Bezahlen braucht.
Warum Wartezeit hier anders wirkt als anderswo
Gäste in der Verkehrsgastronomie stehen fast immer unter Zeitdruck – ein Zug, ein Flug, eine Fahrt, die weitergeht. Eine Wartezeit, die in klassischer Gastronomie kaum auffällt, kann hier direkt zum Abbruch des Kaufs führen.
Wartezeit entsteht meist an denselben Stellen
Häufige Ursachen sind eine zu hohe Anzahl an Entscheidungsoptionen an der Theke, Zubereitungsschritte, die erst nach der Bestellung beginnen, oder ein Bezahlvorgang, der nicht parallel zur Zubereitung läuft. Diese Punkte lassen sich einzeln betrachten und gezielt verkürzen.
Wartezeit wird selten gemessen, obwohl sie leicht messbar wäre
Anders als Umsatz oder Wareneinsatz taucht Wartezeit in den meisten Kennzahlensystemen gar nicht auf. Dadurch bleibt ein Hebel ungenutzt, der sich mit einfachen Beobachtungen vor Ort bereits grob einschätzen lässt.
Wie Sie Wartezeit in Ihrem Betrieb einschätzen
Drei Fragen helfen bei einer ersten Einschätzung:
- 01An welcher der drei typischen Stellen – Entscheidung, Zubereitung, Bezahlung – dauert es in Ihrem Betrieb am längsten?
- 02Wurde die tatsächliche Wartezeit schon einmal gemessen, oder nur geschätzt?
- 03Wie reagieren Gäste sichtbar, wenn die Wartezeit eine bestimmte Schwelle überschreitet?
Gastronomieprofis analysiert Abläufe in der Verkehrsgastronomie gezielt auf Zeitverluste zwischen Ankunft und Bezahlung.
Mehr zu den betrieblichen Besonderheiten in diesem Bereich finden Sie in
unserer Beratung für Verkehrsgastronomie.
Häufige Fragen zu Ablauf und Kosten beantworten wir in den FAQ.