In der Verkehrsgastronomie wird der Erfolg meist an Sortiment, Preis oder Lage gemessen. Ein Faktor, der selten systematisch betrachtet wird, wirkt jedoch oft stärker: die Zeit, die ein Gast von der Ankunft bis zum Bezahlen braucht.
Warum Wartezeit hier anders wirkt als anderswo
Gäste in der Verkehrsgastronomie stehen fast immer unter Zeitdruck – ein Zug, ein Flug, eine Fahrt, die weitergeht. Eine Wartezeit, die in klassischer Gastronomie kaum auffällt, kann hier direkt zum Abbruch des Kaufs führen.
Wartezeit entsteht meist an denselben Stellen
Häufige Ursachen sind eine zu hohe Anzahl an Entscheidungsoptionen an der Theke, Zubereitungsschritte, die erst nach der Bestellung beginnen, oder ein Bezahlvorgang, der nicht parallel zur Zubereitung läuft. Diese Punkte lassen sich einzeln betrachten und gezielt verkürzen.
Wartezeit wird selten gemessen, obwohl sie leicht messbar wäre
Anders als Umsatz oder Wareneinsatz taucht Wartezeit in den meisten Kennzahlensystemen gar nicht auf. Dadurch bleibt ein Hebel ungenutzt, der sich mit einfachen Beobachtungen vor Ort bereits grob einschätzen lässt.
Der eigentliche Punkt
In der Verkehrsgastronomie entscheidet oft nicht das Angebot allein über den Erfolg, sondern wie schnell ein Gast durch den gesamten Ablauf kommt. Wer Wartezeit nicht aktiv beobachtet, übersieht einen der wirksamsten Hebel.
Gastronomieprofis analysiert Abläufe in der Verkehrsgastronomie gezielt auf Zeitverluste zwischen Ankunft und Bezahlung.