Personalkosten werden fast immer als Prozentzahl betrachtet: Wie viel Prozent des Umsatzes fließt in Löhne und Gehälter? Diese Zahl allein sagt jedoch wenig darüber aus, ob ein Team wirtschaftlich arbeitet. Erst im Zusammenspiel mit der tatsächlichen Produktivität ergibt sich ein belastbares Bild.

Zwei Kennzahlen, ein Zusammenhang

Die Personalkostenquote beantwortet: Wie viel wird für Personal ausgegeben, gemessen am Umsatz? Die Produktivität beantwortet eine andere Frage: Wie viel Leistung erbringt eine Arbeitsstunde tatsächlich?

Warum eine niedrige Personalkostenquote nicht automatisch gut ist

Ein Betrieb mit sehr niedriger Quote kann trotzdem ein Produktivitätsproblem haben – etwa durch chronische Unterbesetzung. Das zeigt sich dann an anderer Stelle: höhere Fluktuation, mehr Fehler, ausbleibende Neukunden durch schlechten Service.

Wo beide Kennzahlen zusammenfinden

Aussagekräftig wird es, wenn beide Kennzahlen gemeinsam über einen längeren Zeitraum betrachtet werden. Steigt die Produktivität schneller als die Personalkosten, verbessert sich die Wirtschaftlichkeit – unabhängig von der einzelnen Prozentzahl im Moment.

Die typische Fehlentscheidung

Bei steigenden Personalkosten wird häufig zuerst an der Stundenzahl gedreht, ohne die Produktivitätsseite zu betrachten. Die belastbarere Frage lautet: Steigt oder sinkt die Produktivität, und was treibt diese Entwicklung tatsächlich?

VerbesserungspotenzialBevor Stunden gekürzt werden, lohnt sich ein Blick auf die Produktivitätsentwicklung der letzten Monate – oft zeigt sich, dass nicht zu viele Stunden das Problem sind, sondern wie diese Stunden genutzt werden.
Beleg aus der Praxis−40 %Krankenstand & Fluktuation – zum Fallbeispiel →

Wie Sie beide Kennzahlen gemeinsam im Blick behalten

Drei Fragen helfen, Personalkosten nicht isoliert zu betrachten:

  1. 01
    Wird die Produktivität regelmäßig neben der Personalkostenquote erfasst, oder nur eine der beiden Kennzahlen?
  2. 02
    Wie hat sich die Produktivität in den letzten Monaten entwickelt – unabhängig von der aktuellen Kostenquote?
  3. 03
    Wird bei steigenden Personalkosten zuerst nach der Ursache gefragt, oder zuerst an der Stundenzahl gedreht?
Der eigentliche PunktPersonalkosten und Produktivität sind zwei Seiten derselben Medaille. Erst im Zusammenspiel – über die Zeit betrachtet – zeigen sie gemeinsam, ob ein Betrieb sein Personal wirklich wirtschaftlich einsetzt.

Gastronomieprofis unterstützt Betriebe dabei, Personalentscheidungen auf Basis des vollständigen Zusammenspiels zu treffen.

Wie beide Kennzahlen im Betrieb zusammen gesteuert werden, behandeln wir in
unserer Prozessoptimierung.

Häufige Fragen zu Ablauf und Kosten beantworten wir in den FAQ.