Personalkosten werden fast immer als Prozentzahl betrachtet: Wie viel Prozent des Umsatzes fließt in Löhne und Gehälter? Diese Zahl allein sagt jedoch wenig darüber aus, ob ein Team wirtschaftlich arbeitet. Erst im Zusammenspiel mit der tatsächlichen Produktivität ergibt sich ein belastbares Bild.

Zwei Kennzahlen, ein Zusammenhang

Die Personalkostenquote beantwortet: Wie viel wird für Personal ausgegeben, gemessen am Umsatz? Die Produktivität beantwortet eine andere Frage: Wie viel Leistung erbringt eine Arbeitsstunde tatsächlich?

Warum eine niedrige Personalkostenquote nicht automatisch gut ist

Ein Betrieb mit sehr niedriger Quote kann trotzdem ein Produktivitätsproblem haben – etwa durch chronische Unterbesetzung. Das zeigt sich dann an anderer Stelle: höhere Fluktuation, mehr Fehler, ausbleibende Neukunden durch schlechten Service.

Wo beide Kennzahlen zusammenfinden

Aussagekräftig wird es, wenn beide Kennzahlen gemeinsam über einen längeren Zeitraum betrachtet werden. Steigt die Produktivität schneller als die Personalkosten, verbessert sich die Wirtschaftlichkeit – unabhängig von der einzelnen Prozentzahl im Moment.

Die typische Fehlentscheidung

Bei steigenden Personalkosten wird häufig zuerst an der Stundenzahl gedreht, ohne die Produktivitätsseite zu betrachten. Die belastbarere Frage lautet: Steigt oder sinkt die Produktivität, und was treibt diese Entwicklung tatsächlich?

Der eigentliche Punkt

Personalkosten und Produktivität sind zwei Seiten derselben Medaille. Erst im Zusammenspiel – über die Zeit betrachtet – zeigen sie gemeinsam, ob ein Betrieb sein Personal wirklich wirtschaftlich einsetzt.

Gastronomieprofis unterstützt Betriebe dabei, Personalentscheidungen auf Basis des vollständigen Zusammenspiels zu treffen.