Hoher Krankenstand und hohe Fluktuation werden in der Gastronomie oft als Branchenschicksal hingenommen. Ein Fall aus unserer Beratungspraxis zeigt, dass ein erheblicher Teil davon tatsächlich beeinflussbar ist, wenn an der Führung angesetzt wird statt nur an den Symptomen.

Ausgangslage

Der Betrieb kämpfte mit Krankenstand und Fluktuation, die spürbar über dem lagen, was das Team eigentlich leisten wollte. Die Ursache lag in der Struktur: unklare Hierarchien, in denen nicht immer eindeutig war, wer wofür verantwortlich war.

Die Analyse

Statt Krankenstand und Fluktuation als isolierte Personalprobleme zu behandeln, wurde die Führungsstruktur selbst betrachtet. Ein Großteil der Belastung entstand aus Unsicherheit darüber, wie Entscheidungen getroffen wurden und wie mit Anliegen des Teams umgegangen wurde.

Die Umsetzung

Innerhalb von vier Wochen wurden drei Veränderungen umgesetzt: eine klarere Hierarchie mit eindeutig zugeordneten Verantwortlichkeiten, ein veränderter Umgang mit dem Personal – Führung als unterstützende Funktion statt reiner Kontrolle – und eine bessere Einbindung der Mitarbeiter in Entscheidungen, die den eigenen Arbeitsalltag betrafen.

Das Ergebnis

-40%KRANKENSTAND-40%FLUKTUATIONIn vier Wochen, ohne mehr Personal oder Budget

Innerhalb dieses Zeitraums sanken sowohl der Krankenstand als auch die Fluktuation um über 40 Prozent – ohne zusätzliches Personal oder zusätzliches Budget.

Was sich daraus verallgemeinern lässt

Ein erheblicher Teil von Krankenstand und Fluktuation hängt unmittelbar mit der Führungsstruktur zusammen. Bevor Personalprobleme mit mehr Personal oder höheren Löhnen adressiert werden, lohnt sich der Blick auf die Führung selbst.

Aus Diskretionsgründen ist der Betrieb in diesem Beitrag anonymisiert. Die genannten Kennzahlen entsprechen einem realen Projekt aus unserer Beratungspraxis.