Ein einzelner Großabnehmer verlangt häufig eine spezielle Verpackungsgröße, eine abweichende Rezeptur oder eine besondere Kennzeichnung. Was wie eine kleine Anpassung wirkt, kann sich auf die gesamte Produktionskalkulation auswirken.
Sonderwünsche selten isoliert kalkuliert
Eine abweichende Anforderung wird oft in die bestehende Produktionslinie eingepasst, ohne separat durchzukalkulieren, was diese Abweichung an zusätzlicher Rüstzeit, Materialverschnitt oder Chargengröße kostet.
Fixkosten verteilen sich anders, wenn eine Charge geteilt wird
Muss eine Produktionscharge wegen einer Sonderanforderung aufgeteilt werden, sinkt die Stückzahl pro Durchlauf – die Fixkosten pro Einheit steigen für alle Abnehmer dieser Charge, nicht nur für den, der die Sonderanforderung gestellt hat.
Der Effekt zeigt sich oft erst deutlich später
Weil Produktions- und Vertriebskalkulation häufig getrennt betrachtet werden, fällt eine schleichende Verschlechterung der Marge oft erst bei der nächsten Gesamtauswertung auf – nicht im Moment, in dem die Sonderanforderung vereinbart wird.
Wie Sie Sonderanforderungen sauber einpreisen
Drei Fragen helfen bei der Einschätzung, bevor eine Sonderanforderung zugesagt wird:
- 01Wurde die Sonderanforderung separat kalkuliert, oder einfach in die bestehende Produktion eingepasst?
- 02Wie verändert sich die Stückzahl pro Durchlauf, wenn die Charge deswegen geteilt wird?
- 03Wird die Auswirkung auf die Marge zeitnah geprüft, oder erst bei der nächsten großen Auswertung sichtbar?
Gastronomieprofis unterstützt Food-Industrie-Unternehmen dabei, Sonderanforderungen einzelner Abnehmer sauber und transparent durchzukalkulieren.
Wie sich Kalkulationen für mehrere Abnehmer sauber trennen lassen, behandeln wir in
unserer Beratung für Food-Industrie-Zulieferer.
Häufige Fragen zu Ablauf und Kosten beantworten wir in den FAQ.