Ein Einzelbetrieb kalkuliert einen Teller, ein Zulieferer der Food-Industrie kalkuliert eine Charge, die an mehrere Abnehmer mit unterschiedlichen Anforderungen geht. Diese Logik unterscheidet sich grundlegend.
Fixkosten verteilen sich anders
In der Food-Industrie verteilen sich Entwicklungs-, Rezeptur- und Produktionskosten auf große Stückzahlen. Ein Kalkulationsfehler pro Einheit wirkt dadurch klein, summiert sich über die Charge aber schnell zu einem erheblichen Betrag.
Abnehmer haben unterschiedliche Anforderungen an dasselbe Produkt
Ein Produkt, das an Systemgastronomie, Einzelhandel und Gastronomie gleichzeitig geliefert wird, muss unterschiedliche Portionsgrößen, Verpackungen und Haltbarkeitsanforderungen gleichzeitig erfüllen – ohne dass die Grundrezeptur beliebig oft variiert werden kann.
Schwankende Rohstoffpreise wirken stärker
Bei großen Abnahmemengen wirkt sich eine kleine Preisveränderung bei Rohstoffen deutlich stärker auf das Gesamtergebnis aus als bei einem Einzelbetrieb, der kleine Mengen einkauft. Kalkulationen müssen entsprechend robuster gegenüber Schwankungen aufgebaut sein.
Woran Sie eine belastbare Kalkulation erkennen
Drei Fragen zeigen, ob die Kalkulation der Logik der Food-Industrie tatsächlich standhält:
- 01Ist eingerechnet, wie sich kleine Abweichungen pro Einheit über die gesamte Charge summieren?
- 02Sind die unterschiedlichen Anforderungen verschiedener Abnehmer von Anfang an eingeplant, statt nachträglich angepasst zu werden?
- 03Rechnet die Kalkulation mit einer Bandbreite bei Rohstoffpreisen statt mit einem festen Wert?
Gastronomieprofis berät auch Unternehmen der Food-Industrie bei Rezeptur- und Kalkulationsfragen entlang unterschiedlicher Abnehmerstrukturen.
Wie sich diese Kalkulationslogik im Detail unterscheidet, behandeln wir in
unserer Beratung für Food-Industrie-Zulieferer.
Häufige Fragen zu Ablauf und Kosten beantworten wir in den FAQ.