Zahlen aus der Beratung sind naturgemäß selten öffentlich. Ein Fall aus unserer Arbeit lässt sich aber in anonymisierter Form gut zusammenfassen, weil er zeigt, wie stark Wareneinkauf und Rezeptur bei einem Convenience-Hersteller zusammenhängen.

−7 %Produktionskosten
+80 %Verfügbarkeit kritischer Rohstoffe
5Monate Projektlaufzeit

Ausgangslage

Ein Convenience-Hersteller, der primär Systemgastronomie und Lebensmitteleinzelhandel beliefert, hatte ein wiederkehrendes Problem im Wareneinkauf: Bestimmte Rohstoffe waren zeitweise nicht oder nicht in der definierten Qualität verfügbar.

Vorher
Einkauf
fast ausschließlich über Großhändler
Rohstoffe
zeitweise nicht oder nicht in Qualität verfügbar
Folge
Rezepturen kurzfristig angepasst, Liefertermine verschoben

Das traf direkt die Produktion – Rezepturen mussten kurzfristig angepasst, Liefertermine verschoben und Kunden vertröstet werden. Der Einkauf lief dabei fast ausschließlich über Großhändler, ohne direkten Draht zu den eigentlichen Produzenten der Rohstoffe.

Was verändert wurde

Über rund fünf Monate wurde der Einkauf in enger Abstimmung mit Produktentwicklung und Betriebsleitung neu aufgesetzt:

  • Einkauf neu strukturiert – mit direktem Draht zu den Produzenten der kritischen Rohstoffe
  • Rohstoffe exakt definiert, Rezepturen und Endprodukte darauf abgestimmt
  • Testphase am vorhandenen Maschinenpark, Einkaufsabteilung auf das neue Handling geschult

Ergebnis

Nach rund fünf Monaten zeigte sich ein deutlicher Effekt – sowohl in der Produktion als auch am Markt:

-7%Produktionskosten
+80%Verfügbarkeit kritischer Rohstoffe
-3–6 TageReaktionszeit bis Fertigprodukt
5 MonateProjektlaufzeit

Zusätzlich konnte das Sortiment um einige Produkte vervollständigt werden, die zuvor an fehlenden Rohstoffen gescheitert waren. Durch verlässlichere Lieferrhythmen und weniger verzögerte Auslieferungen verbesserte sich außerdem das Standing des Betriebs am Markt spürbar.

Fazit

Der Fall zeigt ein Muster, das in der Food-Industrie häufig unterschätzt wird: Kalkulation und Rezeptur sind nur so stabil wie der Einkauf dahinter. Wer Rohstoffe exakt definiert und direkte Beziehungen zu Produzenten aufbaut, gewinnt nicht nur bei den Kosten, sondern vor allem bei der Liefersicherheit.

Kalkulation und Rezeptur sind nur so stabil wie der Einkauf dahinter.
Rohstoffe exakt definieren.Grobe Spezifikationen sind der Anfang jeder Lieferstörung.
Direkte Beziehungen zu Produzenten aufbauen.Das bringt Kosten – und vor allem Liefersicherheit.

Aus Diskretionsgründen sind Betrieb und Standort in diesem Beitrag anonymisiert. Die beschriebenen Maßnahmen und das Ergebnis entsprechen einem realen Projekt aus unserer Beratungspraxis.

Wie so ein Ergebnis entsteht, erfahren Sie in
unserer Food-Industrie-Beratung.

Häufige Fragen zu Ablauf und Kosten beantworten wir in den FAQ.